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Bienen

Bienen in der Stadt

So paradox es klingen mag: Bienen fühlen sich in der Stadt wohler als auf dem Land. Die Gründe dafür sind vielfältig: In der Stadt gibt es keine Monokulturen und weniger hohe Pestizidbelastungen. In der Stadt blüht es das ganze Jahr über,  etwa in Parkanlagen, auf Balkonen, aber auch auf Friedhöfen. Der Honigertrag in der Stadt ist etwa doppelt so hoch wie auf dem Land. Dazu verfügen Bienen über ein spezielles Filtersystem, welches dafür sorgt, dass der Honig besonders rückstandsarm ist. Durch die große Pollenmixtur wird er zusätzlich besonders aromatisch.

Bienen sind im Vergleich zu Wespen sanftmütig und von Grund auf nicht aggressiv. Wir arbeiten mit der Buckfast-Biene. Sie gilt als sehr friedlich und stecharm und besitzt eine große Schwarmträgheit. Sie bringt ideale Voraussetzungen fürs städtische Imkern mit.

Das Bienensterben

Weltweit ist das vermehrte Bienensterben ein Thema. Die Ursachen dafür sind vielfältig, vermutlich ist es ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren, das zu einem vermehrten Bienensterben beiträgt. Der zunehmende Aufbau von Monokulturen und die Reduzierung von landwirtschaftlichen Flächen vermindert die Vielfalt des Nahrungsangebotes für Bienen. Wie auch wir brauchen Bienen eine vielseitige Ernährung – das macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Der Einsatz von Pestiziden in der Agrarwirtschaft macht den Bienen ebenfalls schwer zu schaffen. Die Giftstoffe beeinflussen das Nervensystem der Insekten und nehmen Einfluss auf Lebensdauer und Fortpflanzung. Auch Viren und Krankheitserreger, insbesondere die Varroamilbe, befallen die Bienenvölker und schwächen diese. Die Varroamilbe galt im vergangenen Jahr als Hauptursache für das Bienensterben. Auch der Klimawandel kann Bienen gehörig aus dem Gleichgewicht bringen; vorgezogene Blütenphasen und lange Wärmeperioden im Winter machen die Bienen anfälliger für die Varroamilbe und bringen ihren gesamten Kreislauf ins Wanken.

Honigbienen und Wildbienen

Honigbienen sind keine Bedrohung für Wildbienen, denn sie haben ganz unterschiedliche Ernährungsstrategien. Anders als die Honigbienen leben die meisten Wildbienen nicht in größeren sozialen Einheiten, sondern als Einzelgänger. Sie werden deswegen auch als Solitär- oder Einsiedlerbienen bezeichnet.

Allein in Deutschland gibt es 560 Wildbienenarten, etwa die Hälfte der Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. In unseren Umweltbildungsangeboten weisen wir explizit auch auf die Rolle der Wildbienen hin.

Wildbienen und Honigbienen ergänzen sich in ihrer Bestäubungsleistung und erhöhen somit die Resilienz eines Agrarökosystems gegen Störungen von außen.

Lesen Sie dazu auch die Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e.V.

Unser Honig

Bienen sammeln bevorzugt Nektar aus frisch aufgeblühten Blüten und die Blütezeit der einzelnen Pflanzen ist relativ kurz. Dadurch hat der Nektar kaum Zeit, Schadstoffe aufzunehmen. Sollte der Nektar doch durch Abgase belastet sein, so werden die fettlöslichen Stoffe im Bienenkörper und durch das Wachs der Honigwaben entfernt.

Für Bienen ist die Stadt ein Paradies und sie fühlen sich pudelwohl. Denn dort finden sie einen reichhaltigen und abwechslungsreichen Speiseplan. Blüten verschiedenster Arten zeigen das ganze Jahr über abwechselnd ihre Pracht und versorgen die fleißigen Insekten mit unterschiedlichstem Pollen und Nektar. Das ist nicht nur gut für die Biene, man schmeckt es auch in unserem Honig – die Pflanzenvielfalt ist ein wichtiger Grund, warum jeder Stadthonig wirklich einzigartig schmeckt

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